Probefahrt und Entscheidung

Nachdem wir die Allradmesse in Bad Kissingen besucht, danach viele Prospekte durchstöbert und Web-Sites gesichtet hatten und natürlich auch die Suchmaschinen im Internet haben heiß laufen lassen, kam ein Anbieter in die engere Wahl: Northstarmobile. Die Firma bietet diverse Wohnkabinen für verschiedene Pickups an. Sehr funktionell, flexibel in der Ausstattung und im wörtlichen Sinne preiswert. Natürlich hatten wir die Wohnkabine von Australien als Maßstab im Hinterkopf, aber das was wir von Northstarmobile auf der Messe gesehen und später in den Unterlagen bestätigt gefunden haben, überzeugte uns.

Durch Zufall bekamen wir dann mit, dass sie auch fertig ausgestattete Pick-Ups mit Wohnkabine vermieten. Wie der Zufall es so wollte, konnte man die Fahrzeuge in Island für eine Rundreise mieten – unserem nächstem Ziel. Leider hatte wir unsere Rundreise durch Island – mit einem normalen Auto und Hotelunterkünften – bereits gebucht und die Stornierungsgebühren hielten uns davon ab, doch noch auf das Angebot von Northstarmobile zu schwenken. Im Kontakt mit Northstarmobile wurde uns dann aber das Angebot gemacht, eines der beiden Fahrzeuge nach Abschluss der Saison in Island und Rückführung der Autos nach Deutschland,  für eine Probefahrt an einem verlängerten Wochenende im Oktober zu nutzen.

Gesagt, getan. Wir buchten einen Pickup für den 07. bis zum 10. Oktober 2016. Ziel war es, die Tage intensiv zu nutzen, um letztlich zu einer Entscheidung zu kommen, ob diese Art des Reisens genau das ist, was wir uns wünschen. Also nahm ich den  Freitag frei und fuhr relativ zeitig allein in Richtung Bremen. Die Firma befindet sich in dem kleinen Dorf Kirchlinteln. Eigentlich ist es ein Zwei-Personen-Betrieb, der die Wohnkabinen von der eigentlichen Herstellerfirma aus den USA nach Deutschland importiert und hier nach den Wünschen der Käufern und den deutschen Vorschriften umbaut.

Die Übergabe/Übernahme ging relativ schnell, ich bekam viele Hinweise und Ratschläge und kurz nach dem 13:00 Uhr machte ich mich wieder auf den Rückweg nach Meckenheim. Mein Citroën C5 blieb in Kirchlinteln stehen. Unser Ziel war es, dass ich Moni in Meckenheim abhole und wir das Wochenende auf Campingplätzen an der Ahr und an der Mosel verbringen.

  

Am Abend des 7. Oktober 2016 fährt Hannes kurz nach 17 Uhr auf den Parkplatz in Meckenheim.

Wir packen ein paar Sachen, Schlafsäcke, Lebensmittel und Getränke ins Auto und fahren los. Das Gefühl ist unbeschreiblich … wir fahren … und es fühlt sich sofort gut an! Wir können uns sehr gut vorstellen, so um die Welt zu fahren.

Wir finden sehr schnell einen Zeltplatz in Kreuzberg an der Ahr und proben schon mal den Aufbau des Campers. Es ist relativ kühl, aber wir versuchen trotzdem draußen unser Abendessen. Wir haben Wiener Würstchen warm gemacht.
Das hat was! Draußen sitzen! Draußen essen! Und überlegen, wo wir morgen hinfahren bzw. was wir machen wollen! Die Vorfreude wächst auf die Zeit, wenn wir jeden Tag so leben können.

Später ziehen wir nach drinnen um … es ist halt doch schon recht kalt im Oktober. Aber das ist auch gemütlich … eng, aber irgendwie heimelig. Der Tisch lässt sich drehen und verschieben, was wir sehr praktisch finden.

Wir haben einigermaßen geschlafen, unruhig zwar – auch wegen der Geräusche draußen und dem Prasseln des Regens auf dem Camperdach.

Aber es gibt ein tolles Frühstück – fast wie zu Hause 😉 Frische Brötchen haben wir an der Rezeption vorbestellt. Leider müssen wir drinnen essen, denn es regnet immer wieder in Schauern.
Wir wollen an die Mosel fahren. Es hat aufgehört zu regnen. Mittags erreichen wir Hatzenport, wo wir uns ein rustikales Mittagessen leisten. Dann fahren wir weiter bis nach Zell. Dort finden wir auch sehr schnell einen Zeltplatz … direkt an der Mosel.

In Zell war gerade Federweißer-Fest. Auf dem Plakat durfte natürlich die berühmte „Zeller Schwarze Katz‘ “ nicht fehlen.

Der nächste Tag ist dann schon Sonntag und wir müssen an den Rückweg denken. Deshalb fahren wir in Richtung Ahrtal … bis nach Mayschoß.

In Mayschoß ist gerade Weinfest und da wir nicht mehr fahren, sondern nur noch ein paar Schritte bis zu unserem mobilen, leider nur temporären, Heim gehen müssen, können wir mit ruhigem Gewissen ein paar Gläschen mittrinken. Am nächsten Morgen setzte ich Moni in Meckenheim ab und fuhr wieder nach Kirchlinteln um den Camper schweren Herzens abzugeben.

 

Danach war uns klar: Es ist entschieden … dieses Leben ist ganz nach unserem Geschmack und unser neues Zuhause werden wir uns kuschelig einrichten.


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