Upper Hutt / Wellington – und eine Sensation

Gestern Abend hatte ich noch die Eintrittskarten für die „Food Show“ im Internet gebucht. Zudem konnte man Weingläser mit Haltern sowie eine bedruckte Tasche bestellen. Die Weingläser mit den Haltern, die man sich um den Hals hängen kann, erinnerten mich an die Weinfeste an der Ahr. Heute (Sonnabend, 31.10.2020) brauchten wir uns daher eigentlich nicht zu beeilen, aber ich wollte trotzdem relativ früh da sein, da ich nicht einschätzen konnte, wie sich die Parksituation rund um das Stadion entwickelt. Mit dem Camper ist es ja nicht so einfach einen Parkplatz finden.

Die Aus- bzw. Einfahrt zur AirBnB-Wohnung ist steil und schmal

Wir waren kurz nach 10 Uhr vor Ort, also kurz nachdem die Show geöffnet hatte, und mussten unter einen überdachten Parkplatz fahren. So richtig wohl war mir nicht, denn die Deckenhöhe reichte eigentlich, aber wie oft hängen Schilder oder Rohre im Weg. Aber alles ging gut.

Das war ziemlich eng.

Die Show selbst wurde in den Gängen rings um das Stadion ausgerichtet.

Es gab zwar Themenbereiche, aber sie waren nicht strikt getrennt. Die Stände waren bunt gemischt: kleinere und größere Firmen, von Bio-Anbietern oder Keto-Gerichten bis Burger, asiatisch oder neuseeländisch einheimisch, Food- und Non-Food Angebote, Getränke wie Gin, viel Wein, Kombucha oder andere neue Getränkevarianten war alles dabei. An vielen Ständen konnte man kostenlos probieren, was wir auch reichlich genutzt haben. Hier ein paar Eindrücke:

Hier wurde mit verschiedenen Pasten gekocht.
Werbespruch: „Made in New Zealand by imported Frenchmen“
Einer von mehreren Gin-Ständen.
Hier gab es verschiedene asiatische Klößchen (Dumplings)
Werbung für vakuum-verpackte Muscheln. Zum Probieren gab es aber frische Muscheln.
Ein Winzer aus Blenheim.

Rückblickend ist interessant, dass die wenigen Stände mit Küchentechnik von deutschen Firmen dominiert wurden: Wir haben einen Thermomix-Stand gesehen, Neff/Neuseeland hatte eine eigene Show und einen Stand und der Pfannenhersteller Woll zog auch jede Menge Besucher an.

Live-Kochen in der NEFF-Show

Es war alles nett und hat uns Spaß gemacht, aber so richtig große Aha-Erlebnisse hatten wir nicht. Nach zwei Stunden hatten wir im Stadion-Rund zwei Runden gedreht. Das Wetter war bescheiden, so dass wir keine Lust mehr auf einen Besuch im Zentrum von Wellington hatten, sondern die Rückfahrt nach Upper Hutt antraten.
Eigentlich wollten wir nochmal nach Brewtown, aber dort herrschte extremer Andrang. Wir wurde abgewiesen als wir einen Parkplatz suchen wollten. Ohne Vorbuchung ging heute nichts. Es war Halloween und die Masse der jugendlichen Besucher strömten mit entsprechenden Verkleidungen in die Veranstaltungshallen. Also fuhren wir wieder in unser Quartier. Moni ging trotz des schlechten Wetters noch kurz spazieren.

Das Hutt River-Tal im Regen

Später bereiteten wir das Mittagessen für morgen vor: Rinderrouladen und Rotkohl. Abends nutzten wir das schnelle WLAN wieder für einen Film aus der Mediathek.


Nachdem wir in den letzten Wochen trotz steigender Temperaturen und damit auch besserer Belüftung immer noch an einigen Stellen mit Schimmel zu kämpfen hatten, wollten wir dieses Problem nochmals angehen. In einem Baumarkt hatten wir uns ein spezielles Reinigungsmittel und Farbe gekauft, die aktiv gegen Schimmel wirken soll. Heute (Sonntag, 01.11.2020) wollten wir das einigermaßen schöne Wetter nutzen und alle Stellen entsprechend behandeln. Moni hatte gestern schon die Flächen gereinigt und ich fing nach dem Frühstück an zu malern.

Vorsicht! Frisch gestrichen!

Bis zum Mittagessen war die Farbe aufgebraucht, aber noch nicht alle Flächen gestrichen. Aber hier haben die Baumärkte auch sonntags geöffnet. Also machten wir nach dem Mittagessen (lecker Rouladen mit Rotkraut und Salzkartoffeln) noch einen längeren Spaziergang in die Innenstadt von Upper Hutt.

Skulpturengruppe am Ausgang des Bahnhofes.

Im Mitre-Baumarkt kauften wir nochmals Farbe und bis zum Abend war dann alles fertig. Mal sehen, ob es hilft….


Den heutigen Vormittag (Montag, 02.11.2020) verbrachten wir mit organisatorischen Dingen, daher wollten wenigstens nachmittags eine etwas längere Wanderung unternehmen. Dafür hatten wir ein Stück des Hutt River Trails ausgesucht.

Hutt River Valley

Das Wetter war nicht besonders und kurz nach dem Start fing es an zu nieseln. Der Regen hörte nicht auf, sondern wurde gegen Ende eher stärker.

Ein paar unentwegte Kayak-Fahrer trainierten trotz des schlechten Wetters.

So waren wir froh, als wir wieder in unserer Wohnung waren. Trotz des Regens sind über 11 km zusammengekommen. Aber der Wetterbericht verheißt für morgen wieder nichts Gutes.


Der heutige Tag begann so trüb, wie der gestrige endete: feiner Nieselregen, mal mehr mal weniger (Dienstag 03.11.2020). Eigentlich hatten wir gehofft, den Aufenthalt hier in Upper Hutt zu einer Fahrrad-Tour oder einer längeren Wanderung nutzen zu können, aber daraus wird wohl nichts. Erst kurz nach 14 Uhr hörte der Regen kurz auf und wir fuhren in das Zentrum, um einige Einkäufe zu erledigen. Danach fuhren wir kurz entschlossen nach Wellington, um noch einmal in die Craft Beer-Szene „einzutauchen“. Leider fing es wieder an zu regnen. Trotzdem fuhren wir die Brauerei „Garage Project“ an.

Der Name ist Programm und die Brauerei war sehenswert.

Da fiel mir die Auswahl schwer.

Ich kaufte ein paar Flaschen, dann fuhren wir weiter zur Brauerei „Parrotsdog“. Leider hatte sie geschlossen, aber eine ging noch: die „Whistling Sisters“. Das war so ein bisschen der Gegenentwurf zum Garage Project, eine moderne Brauerei mit Restaurant.

Eine interessante Zapfanlage.

Wir aßen ein paar Snacks und fuhren dann wieder zurück nach Upper Hutt. Morgen soll das Wetter besser und auch wärmer werden. Das ist schon der letzte Tag hier, bevor wir am Donnerstag weiter auf die Südinsel fahren wollen. Die Tickets haben wir schon gekauft.


Den heutigen Vormittag (Mittwoch, den 04.11.2020) haben wir irgendwie „verwurschtelt“, dafür war am Nachmittag schöneres Wetter. Wir planten eine weiter Wanderung am Hutt River Trail, um das schöne Wetter zu genießen und nicht durch die Berge und dichten Wald zu wandern. Wir wollten flussabwärts gehen, nach etwa 5 km die Flussseite wechseln und wieder zurück laufen.

Der Weg begann sehr schön, aber dann kam die Überraschung: nach ca. 4 km war Schluss. Entgegen der Wegbeschreibung endete der Weg auf dieser Flussseite, da ein Nebenfluss in den Hutt River mündete und es darüber keine Brücke gab.

Also suchte ich nach einer Alternative und fand auch eine. Im weiten Bogen liefen wir auf halber Höhe der Berge zurück. Ein bisschen Sonne haben wir trotzdem noch abbekommen.

Blick in das Hutt Valley

Nach dem Abendessen kam dann die Sensation: Wir haben die australischen Visa bekommen!!! So wie beantragt: Gültig ab 04.11.2020, Einreise innerhalb eines Jahres (also bis zum 04.11.2021) und für volle 12 Monate ab Einreisedatum mit mehrfacher Einreisemöglichkeit!! Wir waren völlig von der Rolle, denn bei der Beantragung vor reichlich zwei Wochen bekam ich die Nachricht, dass die Bearbeitung etwa zwischen 5 bis 6 Monate dauern würde. Das änderte unsere Situation schlagartig. Wir diskutierten eine Weile und beschlossen, trotzdem Morgen auf die Südinsel zu fahren, auch wenn wir eigentlich so schnell wie möglich nach Australien wollen. Aber ich möchte zuerst ganz sicher sein, dass das alles klappt, denn wenn das Auto auf dem Weg nach Australien ist und wir aus irgendeinem Grund nicht hinterher fliegen können, haben wir die A….karte gezogen.
Aber die Aussicht war grandios: nach einem knappen Jahr einfach weiter nach Australien weiterreisen zu können. Und das zu Zeiten von nahezu weltweiten Lock Downs.

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