Sydney (3)

Nachdem wir gestern die wichtigsten Dinge für den Moment arrangiert hatten, einschließlich eines Mietwagens für den Umzug nach Scarborough, wo wir bis zur Übernahme des Campers in Port Kembla bleiben wollen, hatten wir Zeit für heute (Donnerstag, 10.12.2020) einen etwas längeren Spaziergang zu planen. Aus dem Lonely Planet Reiseführer hatte ich den „Bondi to Congee clifftop trail“ ausgesucht. Der Weg führte vom Bondi Beach immer an der felsigen Küste mit verschiedenen Buchten entlang bis nach Congee Beach, etwa 6 km.

Promenade von Bondi Beach

Startpunkt war der Strand von Bondi Beach. Bis dorthin brauchten wir fast eine Stunde mit dem Bus. Das Wetter war schön, aber es wehte ein starker Wind, der im Lauf des Tages immer stärker wurde. Wir hatten unsere Badesachen dabei, wollten aber Bondi Beach auslassen, weil durch den starken Wind die Wellen ziemlich hoch waren und man nicht schwimmen konnte. Hier ein paar Eindrücke.

In der Woche ist der Strand relativ leer.
Der Weg führt auf den felsigen Klippen entlang.
Interessante Felsformationen
Ab und zu gab es kleine und größere Buchten

In einer kleinen Bucht kurz vor Schluss wollten wir dann doch einmal ins Wasser. Der kleine Strand war zwar sehr leer, aber als wir uns niederlassen wollten, wussten wir auch warum. Der Wind blies wie eine Sandstrahler ständig Sand entgegen. Eigentlich wollten wir kein Sand-Peeling, sondern in Ruhe am Strand liegen und einmal in das Wasser gehen. Also zogen wir uns wieder an, liefen den Weg zu Ende, ohne einmal baden gegangen zu sein und fuhren heimwärts. Morgen soll leider nicht so schönes Wetter werden.

Der Strand von Congee. Das Bild täuscht etwas, es wehte ein heftiger Wind.

Für den heutigen Tag (Freitag, 11.12.2020) hatten wir keine großen Punkte geplant. Vormittags fuhren wir in die Stadt. Moni brauchte ein neues Ladegerät für die Batterien ihrer Kamera und ich eines für die Batterien des Radios und des GPS-Gerätes. Später frischten wir unsere Vorräte mit deutschem Brot und gutem Fleisch auf. Den Rest des Tages haben wir mit kleineren organisatorischen Dingen verbracht: ich kümmerte mich um den Fortgang unserer deutschen Steuererklärung, aktualisierte unsere Daten bei Elefand, archivierte unsere letzten Blog-Beiträge u.ä.

Abends bekamen wir noch die Rechnung von Seabridge für die Verschiffung per Email. Gleichzeitig wurde der 18.12. als voraussichtliches Ankunftsdatum von Rangie genannt. Zwar einen Tag später als geplant, aber hoffentlich noch rechtzeitig vor Weihnachten und den Weihnachtsferien.


Samstag (12.12.2020) ist wie überall auch in Sydney Markt-Tag. Aus der Vielzahl der verschiedenen Märkte hatten wir uns den Carriageworks Farmers Market ausgesucht. Er findet auf dem alten Betriebsgelände einer Eisenbahn-Reparaturwerkstatt statt. Wir konnten sogar von unserem Quartier bis dorthin laufen.

Es war bis auf ein, zwei Ausnahmen ein reiner Lebensmittelmarkt mit interessanten Angeboten. Wir schlenderten etwa eine Stunde an den verschiedenen Ständen entlang.

Danach wollten wir das schöne Wetter nutzen, um noch einmal den Botanischen Garten zu besuchen. Wir sind zwar schon ein paar Mal durchgelaufen, hatten uns aber nicht die Zeit genommen, den Park genauer anzuschauen.

Das neue “Calyx” – ein Café und Eventbereich
Die Pflanzengestaltung war beeindruckend.
Auch der Sukkulenten- und Kakteen-Garten hat uns begeistert.
Es gab eine ganze Reihe von Blüten zu bestaunen.
Ein gewaltiger Baum vor moderner Kulisse
Eine schöne Wildblumen-Wiese

Nachmittags fuhren wir zurück nach Newtown. Ich hatte am Abend zuvor eine Liste der 21 besten Craftbeer-Brauereien in Sydney gefunden, d.h. es gibt noch wesentlich mehr … Aber in dieser Liste war eine weitere Brauerei in Newtown verzeichnet, neben der Brauerei, die wir schon besucht hatten. Die Young Henrys Brewery liegt in einer Seitenstraße, etwas abseits vom Trubel.

Eine typische Hinterhof-Brauerei

Trotzdem war es richtig voll, obwohl es erst gegen 15 Uhr war.

Wir ließen die Atmosphäre auf uns wirken und kehrten dann in unsere Wohnung zurück. Nach dem Abendessen machten wir noch einen längeren Spaziergang durch Newtown am Abend und – wen überrascht es – wir fanden noch eine kleine Brauerei, die übrigens nicht in der obigen Liste stand.

Die Hopsters Co-Op Brewery ist nach eigener Werbung die erste australische Genossenschaftsbrauerei. Gegen 250 $AUS kann man Mitglied und Teileigentümer der Cooperative werden und genießt einige Privilegien.

Ein kurzer Stopp musste sein, dann wurde es langsam dunkel und wir gingen zurück.


Heute Morgen (Sonntag, 13.12.2020) wollte Moni zuerst nur kurz Wäsche waschen. Nur kurz ging aber nicht, da die Waschmaschine nicht funktionierte. Also musste sie die Wäsche wieder aus der Maschine holen und wir suchten den nächst gelegenen Laundromat. Es war auch nicht allzu weit und gemeinsam brachten wir die Wäsche dorthin. Die Waschmaschinen und Trockner funktionieren mit Karten genauso wie in Neuseeland. Hier wie an vielen anderen Stellen konnte man sich die Rechnung per E-Mail zusenden lassen, denn viele Geschäfte wickeln den Handel einfach bargeldlos mit Tablet oder nur mit Smartphone und ohne irgendeinen Drucker ab.

Rechnung per E-Mail.

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder in den Darling Harbour, um noch eine Runde zu drehen und um uns das Hard Rock Café anzusehen.

Paddy’s Market
Spielplatz am Darling Harbour

Im Hard Rock Café gab gerade ein Musiker, Glen Esmond, ein kleines Konzert.

Die Vespa war Requisite der Rock-Oper “Quadrophenia” von “The Who”.

Danach bummelten wir weiter zur Darling Island, einer ehemaligen Insel, die jetzt mit dem Festland verbunden und nicht mehr als Insel zu erkennen ist. Dann ging es durch den kleinen Pirrama Park, der sehr schön gestaltet ist und offensichtlich ein Familientreffpunkt ist.

Es gibt viele Grills, die gern genutzt werden.

Für den Nachmittag hatte ich noch eine Runde durch Sydenham und Newtown ausgesucht, wo wir wieder an einigen Brauereien vorbeikamen. Die erste („Batch Brewery“) war leider überfüllt (in NSW gelten nach wie vor die „social distance“ Regeln mit 1,5 m Abstand und es wird scharf kontrolliert und eingehalten).

Aber bei der zweiten Brauerei “Philter Brewery“ klappte es.

In der Philter-Brauerei

Nur 400 m weiter gab es die nächste Brauerei mit dem schönen Namen „Sauce Brewing Co“ und der zugehörigen Web-Adresse https://sauce.beer/. Auch dort legten wir noch einmal einen Stopp ein.

Hier gab es sogar einen richtigen Biergarten.

Auf dem weiteren Weg kamen wir noch an der Brauerei „Grifter Brewing“ vorbei, aber diesmal legten wir keinen Stopp mehr ein.

Hier warfen nur einen Blick hinein.

Die nahebei gelegene Brauerei „Wildflower Brewing and Blending“ hatte geschlossen. Es ist unglaublich, dass all diese kleinen Brauereien überleben und irgendwie eine Nische finden.


Die letzten Tage waren gefüllt mit den Vorbereitungen für die Übernahme des Campers. Heute (Montag, 14.12.2020) habe ich einen Termin mit dem australischen Zoll vereinbart, um das Carnet de passages für die Einfuhr des Campers nach Australien abstempeln zu können. Am Mittwochnachmittag müssen wir dazu in Wollongong sein. Das passt gut, da wir am Mittwochmorgen eh hier ausziehen müssen und uns für den Umzug nach Scarborough einen Mietwagen gemietet haben.

Für den Zoll brauchte ich einen Ausdruck der “Bill of Loading”.

Hier in New South Wales brauche ich für Rangie keinen TÜV oder ähnliches, sondern nur eine Versicherung. Das habe ich heute beantragt und bin guter Hoffnung, dass das rechtzeitig klappt.

Rangie wird voraussichtlich am Freitag, den 18.12.2020, früh um 03:00 Uhr in Port Kembla ankommen. Er hat nicht nur von Auckland einen Umweg über Neukaledonien genommen, sondern das Schiff fährt auch noch Brisbane an. Unser hiesiger Spediteur hat mit der Hafenbehörde vereinbart, dass die Biosecurity-Inspektion – ohne uns – voraussichtlich am Montag, den 21. 12. stattfindet. Wenn das gut ausgeht, können wir Rangie direkt am Hafen übernehmen und weiterreisen.

Heute haben wir dann nur noch einen kleinen Ausflug auf die andere Seite des Sydney Harbour gemacht.

Diesmal meinte das Wetter es nicht so gut mit uns.

Der Wendy‘s Secret Garden ist eine kleine, aber sehr liebevoll gestaltete Gartenanlage einer Künstlerin. Sie wurde 1992 Witwe und begann danach, sozusagen als Trauerarbeit, das verwahrloste Grundstück unterhalb ihres Hauses nutzbar zu machen und zu einem Garten umzugestalten. Nach dem Tod ihrer Tochter steckte sie noch einmal sehr viel Arbeit in den Garten und suchte sich Freunde, die sie unterstützen. Das Gelände gehörte der Eisenbahn, wurde aber 2015 der Regierung von New South Wales übergeben und soll auf jeden Fall als Park bestehen bleiben und als öffentlicher Park weiterentwickelt werden.

Es gibt viele versteckte Sitzgruppen.

Auf dem Weg zum Garten liefen wir übrigens noch den “Comic Walk” entlang. Er ist mit Miniaturfiguren aus australischen Comics gestaltet.

Mr. Kookaburra
Boofhead

Eine schöne Hintergrundinformation (auf englisch) findet sich in diesem Blog.

Leider war das Wetter nicht besonders, aber es war schwül-warm, nicht kalt. Mit einem kurzem Zwischenstopp im Zentrum fuhren wir zurück in unsere Wohnung.


Heute war der letzte Tag in Sydney (Dienstag, der 15.12.2020). Morgen haben wir den ersten wichtigen Termin in Wollongong, wir müssen unser Carnet abstempeln lassen. Hier wollten wir schon ein bisschen zusammen räumen. Vormittags gingen wir gemeinsam einkaufen. Das Wetter war ziemlich regnerisch, aber es war sehr schwül-warm.

Vorgartenszene – man beachte die völlig entspannte Katze.

Nachmittags habe ich mit noch an den Laptop gesetzt, Moni ist noch in den Viktoria-Park spazieren gegangen.
Heute sind auch noch unsere Ausweise für den australischen Campingclub gekommen, am letzten Tag. Sonst hätten wir wahrscheinlich hier noch einmal zurück gemusst.
Morgen schlagen wir ein neues Kapitel auf ….

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