Von der Gold Coast über Brisbane zur Sunshine Coast

Der Regen hatte heute Nacht (Mittwoch, 24.03.2021) tatsächlich aufgehört und am Morgen sahen wir das erste Mal seit Tagen wieder die Sonne. Und unser Rangie stand wieder abfahrbereit vor unserer Kabine in Tweed Heads. Wir konnten es immer noch nicht fassen.

Wir hatten viel Zeit, auch weil wir die Uhren auf Queensland-Zeit umstellen mussten. Queensland hat zwar dieselbe Zeitzone wie New South Wales aber keine Sommerzeit. Also hieß es, die Uhren eine Stunde zurück zu stellen. Das Einräumen unserer Sachen aus der Kabine in den Camper habe wir ja schon einige Male geübt und so ging das ziemlich zügig. Kurz nach 10 Uhr NSW-Zeit konnten wir starten – nach genau 4 Wochen Zwangspause und einigen mentalen Durchhängern…

Start am Tweed River

Unser Ziel war die Gold Coast, nur knapp 30 km entfernt. Wir kamen zügig voran, der Ford Ranger fuhr sich gut, irgendwie gefühlt anders als vorher. Wir fuhren nicht direkt auf den Campingplatz, sondern in das Zentrum, wobei es kein eigentliches Zentrum gibt.

Die Gold Coast ist eine Ansammlung von Hotels, Apartment-Häusern, Vergnügungsparks, Restaurants, Shopping Malls, … perfekt für viele Touristen. Leider fehlen hier im Moment aber die internationalen Touristen. Es wirkte alles ziemlich leer. In normalen Jahren kamen etwa 10 Millionen Touristen jährlich. Unser erstes Ziel war der Skypoint, eine Aussichtsterrasse in 230 m Höhe.

Ganz oben ist die Aussichtsterrasse.

Wir bekamen wieder Senioren-Rabatt und fuhren dann mit dem Fahrstuhl nach oben. Es war (für uns) angenehm leer. Die Aussichten waren überwältigend (siehe auch Beitragsbild).

Blick nach Norden

Danach bummelten wir noch ein bisschen durch die Umgebung und entlang des Strandes „Surfers Paradise“.

Strand von Surfers Paradise

Schließlich beschlossen wir, auf den Campingplatz zu fahren. Der Platz war nach dem Regen der vergangenen Tage gut abgetrocknet und wir konnten nach langer Zeit wieder Tisch und Stühle aufbauen. Wir haben schon fast nicht mehr daran geglaubt.

Es gab hier auch einen schönen Swimming Pool, sogar mit großer Rutsche. Als wir am Pool ankamen, waren wir allein und konnten in aller Ruhe planschen.

Später kamen noch ein paar Leute, aber wir konnten trotzdem bei über 30°C herrlich relaxen. Nach einer Woche Dauerregen eine Wohltat. Das einzig negative – durch die Zeitumstellung ging die Sonne sehr zeitig unter. Schon gegen 18 Uhr war es fast komplett dunkel.


Unsere erste Nacht im Camper nach 4 Wochen war etwas ungewohnt. Wir mussten uns erst an den Gedanken gewöhnen, jetzt wieder reisen zu können. Wir hatten zuerst überlegt, hier an der Gold Coast noch einen Tag zu verbringen, aber wir entschieden uns dann doch, heute (Donnerstag, 25.03.2021) weiter in Richtung Brisbane zu fahren. Das Wetter war fantastisch und gegen 9 Uhr fuhren wir los. Zuerst ging es quer durch die verschiedenen Stadtteile von Gold Coast. Eigentlich wollten wir noch einkaufen, aber es gab nur Parkplätze in einem Parkhaus: Nichts für uns. Später haben wir dann direkt an der Straße ein anderes Zentrum gefunden, wo wir bequem parken konnten. Dann mussten wir auf den Highway M1. Mich beschlichen schlechte Erinnerungen, schließlich waren wir vor vier Wochen auf der M1 hängen geblieben. Ich bin dann auch relativ langsam gefahren, aber Rangie fuhr ganz normal. Es waren auch nur ca. 50 km auf dem Highway.

Gegen Mittag kamen wir auf dem Campingplatz ca. 10 km vor Brisbane an und buchten uns diesmal gleich für zwei Tage ein.

Dann entschieden wir uns, nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, sondern den Bus zu nutzen, der direkt vor unserem Campingplatz abfuhr.

Das war eine absolut richtige Entscheidung, denn der Bus fuhr fast die ganze Strecke auf einer separaten Straße nur für Busse neben dem Highway (keine Busspur, sondern eine richtige Straße). So waren wir nach knapp einer halben Stunde mitten im Stadtzentrum. Einziger Wermutstropfen, wir brauchten wieder eine neue Smartcard. Nach Sydney/NSW und Canberra nunmehr die dritte. Der Busfahrer durfte kein Bargeld nehmen, hat uns aber trotzdem mitgenommen. Der riesige Busbahnhof im Zentrum von Brisbane ist vollständig unterirdisch, eine geniale Lösung.

Die Queen Street, eine Einkaufsstrasse

Danach machten wir einen ausgedehnten ersten Spaziergang durch Brisbane, das auf uns einen Eindruck wie eine Mischung zwischen Sydney und Auckland vorkam. Brisbane ist die Hauptstadt von Queensland und ist die dritt-größste Stadt Australiens. Im Großraum von Brisbane wohnen mehr als 2 Millionen Einwohner.

Viele neue moderne Gebäude neben wenigen alten.

Zuerst kauften wir uns eine Smartcard für die Busse und suchten dann die Touristeninformation. Letzteres war nicht besonders ergiebig. Außer einem Mini-Stadtplan gab es leider keinen Reiseführer oder ähnliches für Brisbane, nicht mal gegen Geld.

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Wir liefen durch das Stadtzentrum bis zum Brisbane River und dem Botanischen Garten und kamen am alten Regierungsgebäude und dem Parlamentsgebäude vorbei.

Am Brisbane River, rechts im Hintergrund die Story Bridge.
Das (alte) Parlamentsgebäude.
Der Botanische Garten befindet sich mitten im Stadtzentrum.
Das alte Regierungsgebäude, jetzt Museum und Ausstellungsgebäude

Dann fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zum Campingplatz. Morgen wollen wir Brisbane etwas näher erkunden.


Der Campingplatz lag eigentlich sehr idyllisch, aber auch sehr „verkehrsgünstig“. Die ganze Nacht rauschte der Verkehr auf dem Highway vorbei. Daran hätte man sich ja noch gewöhnen können, aber ab und zu kamen Motorradfahrer, die ihre Maschinen offensichtlich richtig ausreizen wollten.

Aber irgendwie ging die Nacht vorbei und wir konnten zum heutigen Ausflug nach Brisbane starten (Freitag, 26.03.2021). Wie gestern fuhren wir mit dem Bus in das Zentrum und liefen gegen halb zehn los. Wir besichtigten zuerst das Rathaus, das Wahrzeichen von Brisbane.

Das Rathaus
Kontraste

Danach ging es bei wolkenlosem Himmel über die moderne Kurilpa Bridge, eine Fußgänger- und Fahrrad-Brücke, die den Brisbane River überspannt.

Im Vordergund die Kurilpa Bridge, im Hintergrund die William Jolly Bridge

Ziel war der Abfahrtsstand für einen Schiffs-Ausflug auf dem Brisbane River. Wir waren pünktlich da, aber am Schiff rührte sich nichts. Da auch noch andere warteten, konnten wir uns nicht geirrt haben. Es ging aber trotzdem pünktlich los und der Mitarbeiter auf dem Schiff teilte uns mit, dass es u.a. Probleme mit der Toilette gäbe. Aber wir genossen trotzdem die Fahrt, die zuerst flussabwärts Richtung Mündung führte.

Unser Boot (auf der nächsten Fahrt)
Wir verlassen das Zentrum von Brisbane.
Es gab süße Scones mit Kaffee oder Tee
Weiter außerhalb reihte sich Häuschen an Häuschen und meist mit eigener Bottsanlegstelle.
Eine alte, umgebaute Zuckerfabrik.

Nach 45 Minuten kehrte das Schiff um.

Die Story Bridge mit eine der Schnellfähren.

Als wir wieder am Startpunkt angekommen waren, teilte man uns mit, dass die Fahrt kostenlos war, weil neben der Toilette auch die Audio-Anlage ausgefallen war und es keine Erklärungen entlang der Strecke gab. Schön für uns, schon mal 58 $AUS gespart.

Die Fish Lane.

Zum Mittagessen suchten wir uns eine Gaststätte in der Fish Lane, einem kulinarischen Hotspot von Brisbane. Danach ging es am Ufer entlang in Richtung Story Bridge.

Blick auf die Innenstadt von Brisbane

Sehr gut gefallen hat uns die „Brisbane Lagoon“, eine wunderschön angelegte kleine Badelandschaft mitten in der Stadt, die auch öffentlich und kostenlos zugänglich ist. Ich glaube, dass so etwas in Deutschland nicht möglich wäre, irgendwelche Chaoten würden so etwas über kurz oder lang unmöglich machen.

Danach fuhren wir mit eine der Fähren auf dem Fluss bis zum Fuß der Story Bridge und kehrten in unser ersten Craft Beer Brauerei ein. Die Sea Legs Brewery war eine typische CraftBeer Brauerei in einer großen Halle, die früher einmal eine Box-Trainingszentrum war.

Ich kostete ein Bier und dann liefen wir über die Story Bridge auf die andere Flussseite.

Auch dort gab es eine Craft Beer Brauerei, die noch wesentlich größer als die vorhergehende war. Die Felons Brewing Co. lag malerisch unter der Brücke und man hatte wunderschöne Ausblicke auf den Fluss und die Silhouette von Brisbane.

Von dort aus war es dann nicht mehr weit zurück in das Stadtzentrum zur zentralen Busstation.

Wir hatten Glück, denn unser Bus fuhr direkt los, so dann wir nicht warten mussten. Morgen wollen wir dann weiter nach Norden fahren.


Unser heutiges Ziel war die Sunshine Coast (Sonnabend, 27.03.2021). Die Nacht war etwas unruhig, denn plötzlich gab es wie aus dem Nichts einen kräftigen Regenguss. Moni hatte es noch rechtzeitig gemerkt und die Dachfenster geschlossen und die Stühle in Sicherheit gebracht. Aber am Morgen schien schon wieder die Sonne.

Heute fahren wir über die Story Bridge in Brisbane.

Nach einem kurzen Stopp zum Einkaufen, wollten wir quer durch Brisbane über die Story Bridge in Richtung Norden fahren und so weit es geht die Autobahnen meiden. Das ist aber gar nicht so einfach, denn das Navi wollte immer den schnellsten bzw. kürzesten Weg. Mit ein paar Hängern hat es aber ganz gut geklappt, irgendwann ließen wir den Großraum Brisbane hinter uns.

Wir hatten noch einen kleinen Umweg über die Glasshouse Mountains geplant. Das sind beeindruckende einzeln stehende Felsformationen. Wir konnten einige von ihnen fotografieren.

Das machte Appetit auf mehr. Aber erst einmal mussten wir noch die letzten 20 km weiterfahren, bis wir auf dem Campingplatz an Dickys Beach ankamen. Wir bekamen eigentlich einen schönen Platzt, aber der Zeltplatz war gut gefüllt und wir standen inmitten anderer Camper. Nach dem letzten sehr leeren Platz in Brisbane eine größere Umgewöhnung. Dafür lag der Platz nur 50 m vom Strand entfernt. Das nutzten wir natürlich und nahmen zuerst ein Bad im Meer und dann in der Sonne. Sehr entspannend nach den letzten aufregenden Wochen.

Am Strand von Dickys Beach

Der kleine Junge war zwischen 2 und 3 Jahre alt und begann mit Begeisterung seine ersten (?) Surfstunden mit seinem Vater.


Für heute hatten wir uns überlegt, noch einmal zurück in die Glasshouse Mountains zu fahren (Sonntag, 28.03.2021). Dort wollten wir zuerst den „Scenic Lookout“ ansteuern, den wir gestern verpasst haben. Wir hatten uns aber gestern Informationsmaterial in der Touristeninformation des Dörfchens Glass House Mountains mitgenommen, so dass das kein Problem sein sollte. Aus dem Informationsmaterial hatte ich auch eine Tages-Wanderung ausgesucht, die wir danach machen wollten. Wir verlängerten zuerst den Aufenthalt auf unserem Campinglatz um einen Tag, fuhren schnell noch Wanderverpflegung einkaufen und waren dann kurz vor 10 Uhr auf dem Aussichtspunkt.

Er war sehr gut ausgebaut und man hatte wirklich einen schönen Blick über die Berge. Ich habe nach langer Zeit wieder einmal ein Panoramafoto aufgenommen.

Danach mussten wir nur noch 6…7 Kilometer fahren, um bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu kommen. Unsere letzte richtige Wanderung war auch schon wieder ewig lange her. Wir hatten uns zu Essen und vor allem ausreichend zu Trinken eingepackt, beide etwa 2,5 l.

Am Ausgangspunkt unserer Wanderung
Gut gelaunt und motoviert.

Die Rund-Strecke „Yul-yan-man-track“ war mit ca. 10 km und 4…5 Stunden angegeben. Zuerst ging es in sanften Serpentinen aufwärts, dann teilte sich der Weg. Unser Weg führte entlang der steilen Abhänge und wurde immer schmaler.

Dann hieß es nur noch über Felsen und Steine zu klettern. Sehr, sehr mühsam. Nach einer Stunde waren wir gerade einmal 550 m Luftlinie von unserem Ausgangspunkt entfernt!

Wir überlegten kurz, die Wanderung abzubrechen, aber das Gelände schien einfacher zu werden. So war es dann auch, aber es blieb bei einer endlosen Kraxelei, die uns bei der Hitze sehr viel Kraft kostete. Mittagspause machten wir bei einem Aussichtspunkt und wir, vor allem auch ich, waren ziemlich geschafft.

Nur selten gab es solche Aussichten.

Dann ging es weiter und es gab noch ein letztes „Highlight“, bevor wir die Hälfte, d.h. den Umkehrpunkt erreicht hatten und dann hoffentlich am Talgrund einfacher weiterlaufen konnten. Vor uns lag ein 45…50° steiler Felsabhang, der etwa 100 m nach unten führte.

Ich rutschte mehr oder weniger auf dem Hosenboden vorsichtig den Abhang hinunter und war heilfroh, als das geschafft war.  Dann machten wir am Umkehrpunkt eine Pause und lasen das Schild mit der Beschreibung unseres Weges. Wenn ich das vorher gewusst hätte!?!

Die restlichen knapp 4 km schleppten wir uns bis zu unserem Auto und waren sehr froh, endlich angekommen zu sein.

Die letzte Wegstrecke war gut zu gehen.

Nachdem ich abends die GPS-Daten des Tracks eingelesen hatte, musste ich feststellen, dass die heutige Strecke insgesamt nur knapp 10 km lang war und wir nur um die 320 Höhenmeter absolviert haben. Früher schwitzten wir erst bei den doppelten Entfernungen/Höhenmetern …

Moni sprang dann abends noch in den Pool, ich ließ mich unter der Dusche berieseln. Mehr ging dann heute nicht mehr.


Den heutigen Vormittag (Montag, 29.03.2021) wollten wir nutzen, um dem „Australia Zoo“ einen Besuch abzustatten. Unser Hauptinteresse galt den australischen Tieren. Der Australia Zoo wurde von den Eltern von Steve Irwin gegründet, der mit seinen Filmdokumentationen vor allem über Krokodile weltberühmt wurde („Crocodile Hunter“). Er übernahm den Zoo zusammen mit seiner Frau Anfang der 80er Jahre als Reptilien- und Tier-Park und benannten ihn 1989 in Australia Zoo um. Jährlich besuchen ca. 70.000 Besucher den Zoo mit mehr als 1200 Tieren.

Die Fahrt zum Zoo hatten wir schnell hinter uns gebracht und dann waren wir erstaunt, wieviele Leute an einem Montagmorgen schon hier waren und welch riesige Parkplätze es gab. Wir kauften uns zwei Senioren-Tickets und begannen unseren Rundgang. Wir sahen viele einheimische Tiere und Kängurus und Koalas konnte man sogar ohne Zaun von nahen betrachten. Hier ein paar wenige Bilder.

Sozusagen die Wappentiere des Zoos.
Ein Wombat.
Immer wieder nett anzuschauen.

Moni durfte sogar mal einen Koala streicheln.

Das ist ein Kurzschnabeligel, ein eierlegendes Säugetier.
Ein Dingo

Eine Hauptattraktion ist das Crocoseum, eine Arena für bis zu 5000 Zuschauer, wo Shows mit Krokodilen, Schlangen oder auch frei fliegenden Vögeln gezeigt werden.

Danach kauften wir etwas ein und fuhren zu unserem nächsten Campingplatz, der nur 40 km entfernt an der Sunshine Coast lag. Dann kam die böse Überraschung: Wir wurden gefragt, ob wir in letzter Zeit in Brisbane waren. Wir ahnten Schlimmes, aber antworten trotzdem wahrheitsgemäß. Daraufhin wurde uns gesagt, dass für Brisbane ein harter COVID-Lockdown verkündet wurde und wir nur bleiben können, wenn wir hier quasi in Quarantäne gehen, d.h. zum Beispiel nach 17 Uhr den Camper nicht mehr verlassen und auch nicht mehr auf die Toilette gehen oder duschen können. Das ging natürlich nicht, also drehten wir um und wollten es bei einem anderen Campingplatz versuchen. Moni und ich waren uns einig, dass wir den Brisbane-Aufenthalt zukünftig nicht erwähnen wollen. Aber diese Gedanken waren umsonst, wir konnten auf dem nächsten Campingplatz problemlos einchecken. Als erstes suchte ich im Internet nach Covid-Nachrichten. Und es war wirklich so: Nachdem in den letzten 2…3 Tage 3 Fälle aufgetreten waren, gab es in den letzten 24 Stunden 2 weitere und 2 mögliche Fälle. Das reichte für die Premierministerin, um einen 3tägigen vollständigen Lockdown für den Großraum Brisbane zu verhängen.

Quelle: news.com.au

Und auch andere Bundesstaaten reagierten sofort. South Australia, Victoria und West Australien haben sofort ihre Grenzen zu Queensland geschlossen, ACT und Tasmanien haben vorerst „nur“ ihr Grenzregime verschärft. Da wir noch einige Wochen in Queensland bleiben werden, können wir erst einmal in Ruhe abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Comments

  1. Kathrin Grum

    Schön, dass ihr wieder on Tour seit. Ich war so erschrocken, als ich das mit Rangie gesehen habe. Eine Menge Geld, aber in Deutschland wäre es, glaube ich, teurer geworden. Jetzt genießt eure Reise weiter. In Deutschland geht gar nichts. Leider. Unsere letzte große Reise war 2019/2020 Neuseeland. Seit dem geht nichts mehr. Wir warten gerade auf unser Kastenwagen Wohnmobil. Leider verschiebt sich da alles wegen C nach hinten. Ihr lebt gerade unseren Traum. Wir müssen noch ein bisschen arbeiten, hoffen dann aber, dass wir uns diesen Traum dann auch erfüllen können. Wie zufrieden seit ihr eigentlich grundsätzlich mit eurer Kabine und dem Gesamtpaket (Kabine – Allradfahrzeug)? Würdet ihr es wieder so machen?
    Jetzt noch eine schöne Zeit. Bleibt gesund und ich freue mich auf die weiteren Reiseberichte.
    LG
    Kathrin

    1. Hallo Kathrin,
      vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Wir können alle guten Wünsche und Daumendrücken gut gebrauchen. Auch wenn wir jetzt wieder fahren können, wirken die letzten Ereignisse noch nach: Man horcht auf jedes Motorgeräusch und mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn es noch einmal irgendeinen Schaden gibt. Auch die finanzielle Lücke, die der letzte Schaden gerissen hat, liegt uns schwer im Magen.
      Zu Deiner letzten Frage, die ich mir natürlich auch schon gestellt habe und die ich eigentlich erst am Ende unserer Reise systematisch angehen wollte. Daher nur ein paar Stichworte/Probleme, die mir so auf die Schnelle einfallen:
      • Grundsätzlich finde ich die Kombination aus der Absetz-Kabine und dem Pick-Up nach wie vor gut. Allerdings hätte man damit schon ein paar Jahre eher für längere Zeit z.B. in Europa, umherfahren müssen. Ging aber aus Zeit und finanziellen Gründen während des Berufslebens nicht. Sonst hätten wir auf unsere vielen anderen wunderbaren Reisen verzichten müssen.
      • Wir haben hier in Australien eine ganze Reihe solcher Kombinationen gesehen, die im Detail noch durchdachter waren, z.B. der Aufbau auf einer geraden Pritsche, nicht auf der Ladefläche.
      • Ein großer Wohnwagen, wie er hier in Australien zu 95% auf den Campingplätzen zu treffen ist, käme nicht in Frage. Es gibt aber auch pfiffige Outback-kompatible kleinere Wohnwagen.
      • Campervans sieht man hier in Australien nur als Mietfahrzeuge, nicht als Privatfahrzeuge. Das mag auch daran liegen, dass gefühlt fast jeder sowieso einen Pick-Up hat und sich damit die Caravan-Lösung anbietet. Fifth-Wheeler wie in Neuseeland haben wir in Australien noch gar nicht gesehen. Genauso wie die umgebauten großen Busse, die man hier auch nicht so sieht.
      • Mit dem Ford Ranger sind wir natürlich aufgrund der vielen kleinen und größeren Schäden nicht zufrieden. Das kann an unserem Rangie gelegen haben, denn ansonsten sieht man hier viele, viele Ranger im Straßenbild. Eigentlich wollte ich ja auch einen Toyota-Hilux haben …
      Und die 2.2 l Maschine ist definitiv zu klein, es sollte schon mindestens die 3.2 l Maschine sein. Leistung kann man halt nur durch Leistung ersetzen.
      • Einen Kastenwagen können wir uns für uns nicht vorstellen. Unsere Erfahrungen in Japan mit solch einem Fahrzeug waren nicht so prickelnd. Z.B. unsere „Schlafhöhle“ im Alkoven, wo wir auch nichts umbauen müssen, hat sich wirklich bewährt.

      Soweit schon mal ein paar Punkte. Wie gesagt, irgendwann einmal werde ich die Beantwortung der Frage systematisch angehen. Wenn Du/Ihr Detailfragen habt, jederzeit gern.

      Ansonsten hoffe ich für Euch und alle anderen in Deutschland, dass der CORONA-Spuk wirklich irgendwann vorbei geht und sich das Leben wieder halbwegs normalisiert.

      Viele Grüße aus Down Under von
      Hannes & Monika

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