Pilbara / Port Hedland und Marble Bar

Gestern war ein typischer Reisetag (Sonnabend, 24.07.2021). Wir wollten von Tom Price wieder zurück nach Port Hedland, allerdings diesmal ohne Zwischenübernachtung. Da waren mehr als 400 km.

Wir hatten schon gestern getankt und so konnten wir direkt „auf die Piste“ gehen. Wir spulten Kilometer für Kilometer herunter. Dann erreichten wir den Great Northern Highway nach Norden. Am Auskie Roadhouse, wo wir auf der Hinfahrt übernachtet hatten, machten wir einen kurzen Tankstopp.

Der Diesel war teurer als in den Städten, aber er kostet hier immer noch unter 1€

Dann ging es weiter in Richtung Norden. Jetzt war die Straße voll mit Road Trains aus den umliegenden Minen. Unglaublich wie viele solcher Fahrzeuge auch am Sonnabend unterwegs sind. Das Überholen eines solchen Monsters ist jedes Mal Adrenalin-steigernd, denn die Road Trains sind extrem lang – bis zu 53 m – und man braucht schon 2…3 km freie Sicht, um die Trucks zu überholen. Zudem fahren sie auf gerader Strecke auch zwischen 90…100 km/h.

Mit mehreren Pausen erreichten wir am frühen Nachmittag Port Hedland, wo wie auf dem gleichen Campingplatz wie vor reichlich einer Woche eincheckten. Auf dem Hinweg hatten wir in Port Hedland einen Jahrmarkt gesehen und beschlossen, ihm einen Besuch abzustatten.

Das Plakat warb mit “alkoholfrei” und “familienfreundlich”.

Hier ein paar Eindrücke:

Es waren verschiedene Fahrgeschäfte aufgebaut.
Es gab eine Reihe von Ständen mit oft selbstgebastelten Kleinigkeiten.
Die Stadt warb mit kleinen Mülltonnen für das Thema Recycling.

Sogar eine kleine Blaskapelle drehte ihre Runde.

Wir waren dann rechtzeitig am Campinglatz, um uns nach dem Abendessen noch das Naturphänomen „Stairway to the moon/Treppe zum Mond“ (manchmal auch Staircase to the moon) anzuschauen. In der Konstellation, dass der Vollmond über dem Meer aufgeht und das Meer gerade Ebbe hat, spiegelt sich der Mond in den Wasserlöchern am Ufer und vermittelt so den Eindruck einer Treppe zum Mond. Wir haben versucht, den Moment einzufangen.

Leider war es noch ziemlich hell, da die Sonne gerade erst untergegangen war. Morgen soll es besser werden.

Heute (Sonntag, 25.07.2021) hatten wir am Vormittag Zeit, um uns um ein paar notwendige Dinge zu kümmern. Neben dem Waschen der Bettwäsche und des Reinigens des Campers wenigstens innen vom Staub des Outbacks, war es vor allem die Verlängerung der Visas.

Der Versuch, Rangie vom Staub des Outbacks auch außen zu befreien.

Wie sich herausstellte, konnte man die Visa nicht einfach verlängern, sondern man muss ein neues Visum beantragen, was dann das bisher Gültige ersetzt. Da wir noch bis ca. März 2022 hierbleiben wollen, heißt das für uns, dass wir ein Visum für 12 Monate beantragen müssen, obwohl unser altes eigentlich bis Ende November gültig ist und ein Anschlussvisum für 6 Monate gereicht hätte. Ein Visum für einen bestimmten Zeitpunkt (bei uns Ende November) zu beantragen geht nicht, sondern es zählt immer das Antragsdatum (für uns jetzt Ende Juli). Nach dem Kampf mit den noch nicht ganz abgeschlossenen Visa-Formalitäten fuhren wir nach dem Mittagessen in eine Auto-Waschanlage und versuchten Rangie vom Staub der vielen Outback-Etappen zu befreien. Nach einer halben Stunde sah er halbwegs sauber aus, aber noch nicht so glänzend wie zur Verschiffung…

Werbeblättchen für die Riff-Tour mit Doris Teufel (eine Deutsche)

Nachmittags wollten wir einen Spaziergang durch das Riff mitmachen. Eine Hobby-Wissenschaftlerin und Fotografin bietet kostenlos solche Touren an. Sie war, wie sich herausstellte, übrigens eine Deutsche. Mit etwa 10 anderen Leuten begannen wir den Gang durch das bei Ebbe frei liegende Ufer. Zuerst war es mit Mangroven bewachsen, dann waren es Schlick und Steine. Uns war als Taucher nicht ganz wohl, dass wir einfach so über das Riff „latschen“ dürfen, aber offensichtlich war das hier kein Problem, auch wenn es eine ganze Menge Korallen gab.

Solche Oktopusse haben wir eine ganze Menge gesehen.
Auch ein schönes Exemplar.
Es gab verschiedene Schnecken und Muscheln.
Ein Seestern
Eine kleine Krabbe
Verschiedene Korallen

Nach 1 ½ Stunden gingen wir zum Auto zurück und fuhren auf den Campingplatz. Auch heute Abend sollten man die Treppe zum Mond noch einmal sehen können, allerdings eine Stunde später als gestern. Wir spazierten noch einmal zu den Dünen und versuchten, das Spektakel einzufangen.

Leider etwas unscharf

Für heute Nachmittag haben wir eine Tour durch die Salinen der Firma Rio Tinto gebucht (Montag, 27.07.2021). Daher hatten wir vormittags noch Zeit und wollten die Visum-Anträge fertig machen. Bevor wir sie aber endgültig absenden wollten wir noch mal darüber schlafen und kontrollieren, ob die Anträge OK sind. Das Ausfüllen hat etwas länger gedauert als gedacht, so dass wir erst ziemlich spät zum Einkaufen fahren konnte. Ich habe dann Bandnudeln mit einer Pilz-Sahne-Sauce zum Mittagessen gekocht, dann mussten wir uns sputen um rechtzeitig an der Touristeninformation zu sein. Aber wir waren pünktlich. 8 weitere Gäste hatten diese Tour gebucht.

Das Prospekt der Tour

Der Fahrer/Guide begrüßte uns und erklärte uns den Ablauf der Tour. Zuerst fuhren wir reichlich 40 km nach Nordosten, in die Feuchtgebiete des Ridley Rivers, des Tabba Tabba Creeks sowie in die eigentlichen Becken für die Salzproduktion. Es gibt neun verschiedene Becken mit über 7800 Hektar Fläche.

Ein kleineres der neun Becken

Das Meerwasser wird zuerst in das größte Becken gepumpt, dann wird es jeweils entweder in das nächste Becken gepumpt oder es gibt einen natürlichen Abfluss. Das Meerwasser hat einen Salzgehalt von ca. 3% und durch die Verdunstung und Konzentration erreicht das letzte Becken einen Salzgehalt von 28%. Dieser Prozess dauert ca. 1 Jahr. Pro Tag verdunsten aus allen Becken (hier und in Port Hedland) ca. 400.000 Tonnen Wasser!!!

Aus dem letzten Becken wird die Salzlauge über Kanäle nach Port Hedland gepumpt und dort auf 18 verschiedene Kristallisationsbecken verteilt, wo das restliche Wasser verdunstet und das Salz auskristallisiert. Auch das dauert noch einmal ein Jahr. Während des ganzen Prozesses, versucht man alle Verunreinigungen zu beseitigen, denn das Endprodukt soll einen Reinheitsgrad von 99,95% Salz (also Natriumchlorid) haben. Es ist ausschließlich für industrielle Zwecke vorgesehen und nicht als Tafelsalz geeignet.

Nach einer 3/4 Stunde erreichten wir das riesige Gelände. In den Becken vom Salzgehalt 3% bis ca. 11% gibt es noch Fische bzw. Garnelen. Die Fische wachsen dort zu beachtlicher Größe an, so dass auch Angeltouren für extra große Fische angeboten werden. Allerdings kann man nur im Rahmen von organisierten Touren in diesen Becken angeln.

Nur die Aborigines dürfen hier noch normal fischen – und die vielen Vögel.

Einige Flächen sind auch gesperrt, da dort heilige Stätten der Aborigines liegen, u.a. größere Begräbnishügel.

Der Guide erzählte uns viel, nicht nur über die Salzherstellung, sondern auch über das – teilweise sehr gespannte – Verhältnis der Aborigines und der Weißen.

Wir sahen uns alles an und nach einem Tee und süßen Scones ging es zurück nach Port Headland. Nächster Punkt waren die Kristallisationsfelder und der eigentliche Abbau des Salzes. Das wird dann zu großen Pyramiden aufgeschichtet und von dort aus dann mit Road Trains zum Hafen gefahren. Leider durften wir aufgrund von Corona-Einschränkungen (?) nicht in auf das Betriebsgelände, sondern konnten es uns nur von weitem anschauen.

Hier ging es leider nicht mehr weiter.

Gleiches galt für die letzte Station, den Hafen, von dem aus das Salz in alle Welt verschickt wird, insgesamt 3,2 Millionen Tonnen pro Jahr.

Im Hafen wird das Salz zwischengelagert und von Bulldozern etwas verteilt um Platz zu schaffen.

Kurz nach 17 Uhr war die Tour zu Ende und wir waren gerade rechtzeitig zum Abendessen wieder auf dem Campingplatz. Moni ging später nochmals an den Strand um ein paar Bilder von der „Leiter zum Mond“ einzufangen. Nach ihrer Meinung war es das schönste Bild der “Treppe”.


Beim Studium der Karten und des Informationsmaterials hatten wir entdeckt, dass gar nicht so weit von uns weg die „Heißeste Stadt Australiens“ liegt, Marbel Bar. Dazu mussten wir zwar noch einmal ein Stück auf dem Great Northern Highway zurückfahren und dann ca. 150 km weiter nach Süden, aber wir wollten es einfach mal sehen.

Also packten wir heute wieder alles zusammen und fuhren los (Dienstag, 27.07.2021). Getankt hatten wir schon gestern, also spulten wir wieder die Kilometer ab. Die Landschaft war (für uns) unspektakulär und so kamen wir ziemlich schnell vorwärts. Nach der Hälfte der Strecke machten wir eine kurze Pause und rollten dann kurz nach 11 Uhr in Marble Bar ein. Am Ortseingang hatte man große Eisenskulpturen aufgestellt, die auf die Geschichte und die Besonderheit Marbel Bars hinweisen. Nachdem vom 31. Oktober 1923 bis zum 7. April 1924 die Temperatur jeden Tag 100 Grad Fahrenheit (37,8 Grad Celsius) erreichte, gilt sie als heißeste Stadt Australiens. Auch im langjährigen Durchschnitt erreicht in der Hälfte des Jahres die Temperaturen mindestens 37°C, also Körpertemperatur. Heute wurden es übrigens „nur“ 32°C erreicht … es ist halt Winter.

Noch eine Besonderheit: Marble Bar liegt im „Shire of East Pilbara“, also dem Landkreis Ost-Pilbara und der ist der größte Landkreis Australiens und nach eigener Aussage auch der größte der Welt. Er erstreckt sich über 372.000 km² – das ist übrigens größer als die Fläche Deutschlands – hat aber nur 10.500 Einwohner.

Der links ausgestanzte Teil ist East Pilbara.

Wir checkten auf dem einzigen Campingplatz in Marbel Bar ein. Wir hatten trotz des frühen Kommens Pech: einen Stellplatz mit Strom haben wir nicht bekommen, aber so musste es wieder einmal für einen Nacht ohne externe Stromversorgung gehen. Nachdem Moni zum Mittagessen Senf-Eier mit Salzkartoffeln gekocht hatte, machten wir zuerst einen Spaziergang in den winzigen Ort mit ca. 180 Einwohnern. Im Gemeindehaus bekamen wir eine Karte der Umgebung und fuhren dann zu den beiden Pools am Coongan River, dem Marble Bar Pool und den Chinamans Pool.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Marble Bar Pool und verstanden dann, warum die Stadt so heißt (Marble = Marmor). Das Gestein an dem Pool hatte fantastische Farbschichten, die tatsächlich wie Marmor aussahen, aber Jaspis ist (engl.: Jasper). Leider war das Wasser voll von Algen und anderen Pflanzen, so dass es nicht zum Baden einlud. Aber es war trotzdem sehr sehenswert.

Danach machten wir noch einen Abstecher zum Chinamans Pool, aber auch hier war das Wasser durchzogen von Algen und Pflanzen.

Wir spazierten kurz entlang des Pools und fuhren zurück zum Campingplatz. Dort wollte ich die Gasflasche auffüllen lassen, aber hatte Pech. Das Gas war gerade ausgegangen, wieder einmal. Wir hofften, dass es für heute Abend und morgen früh noch reicht und müssen dann in Port Hedland suchen.

Morgen werden wir wohl zurück nach Port Hedland fahren, denn hier gibt es nicht mehr viel zu sehen und weiter nach Süden über die Gravel Roads wollte ich nicht fahren.


Heute wollten wir zurück in Richtung Port Hedland (Mittwoch, 28.07.2021). Wir hatten nur einen kleinen Zwischenstopp an der Doolena Gorge/Schlucht geplant. Sie war in unserem Kartenmaterial als Sehenswürdigkeit eingezeichnet. Auf der Hinfahrt hatten wir nur ein winziges Hinweisschild gesehen. In den Hügeln hatte sich heute morgen dichter Nebel gebildet, seit langer Zeit mal keine Sonne.

Die Schlucht war etwa 40 km von Marble Bar entfernt.

Wir stellten das Auto an dem Zugangsweg ab und wollten zu Fuß bis in die Schlucht, reichlich 1 km. Das Wetter besserte sich, der Nebel löste sich auf. Durch ein Gatter liefen wir weiter und plötzlich sahen wir eine Menge Camper, die hier offensichtlich übernachtet hatten.

Die Schlucht wurde durch den Coongan River geschaffen. Eigentlich war er in dieser Jahreszeit ausgetrocknet, aber hier gab es noch richtig große Wasserlöcher, an denen eine Menge Vögel, u.a. auch Pelikane saßen und nach Fischen Ausschau hielten.

Wir schlenderten ein bisschen am Wasser entlang und traten schließlich wieder den Rückweg zum Camper an.

Gegen Mittag waren wir dann in South Hedland, wo wir diesmal übernachten wollten. Aber zunächst mussten wir uns um das Auffüllen der Gasflasche kümmern. Also steuerten wir zuerst die örtliche Caltex-Tankstelle an, in Neuseeland immer ein Garant für das Auffüllen – hier aber Fehlanzeige. Es wurden nur Flaschen getauscht und nicht aufgefüllt und auch nur die großen 9 kg Flaschen. Aber die freundliche Verkäuferin gab mir eine Adresse eines Camping-Ausrüstungsladens. Dort angekommen sagten man mir, dass ich die Flasche dort lassen muss und sie erst morgen früh wieder abholen kann. Ich überlegte kurz, aber es blieb uns wohl nichts anderes übrig. Mal sehen, wie wir morgen zu unserem Kaffee kommen…

Auf dem Campingplatz bekamen wir einen der letzten Stellplätze mit Strom. Danach versuchte ich ein bisschen voraus zu planen und buchte als erstes einen Platz im Millstream Nationalpark für das kommende Wochenende. Für die nächsten zwei Nächte bis dahin schrieb ich noch einen Campingplatz an, aber das ist meist zweck- und blieb erfolglos. Oft landet die E-Mail wohl im Spamordner (weil „.de“). Wenn nicht, dann kümmert sich keiner, da alle Rezeptionen der Campingplätze zur Zeit offensichtlich völlig überlastet sind.

Für eine der Zugangsstraßen für den Nationalpark brauchte man ein Permit. Wie sich herausstellte, gehörte die Straße zum Betriebsgelände der Bergbaufirma Rio Tinto als Zugangsstraße für die parallel verlaufende Eisenbahn der Firma. Das Permit war kostenlos, aber man musste einen Online-Sicherheitskurs mit abschließenden Prüfungsfragen absolvieren!!

Dazu gab es verschiedene Videos, die man sich anschauen musste, sonst konnte man die Fragen tatsächlich nicht beantworten. Das wäre nicht ganz so schlimm, aber die Online-Verbindung war sehr schlecht, so dass ich für jedes Video wegen der vielen Aussetzer ein Vielfaches der Zeit gebraucht habe. Nach 1 ½ Stunden hatte ich es dann geschafft und konnte mir das Permit herunterladen.

An der Rezeption des Campingplatzes bekam ich es sogar gleich ausgedruckt. Wer Langeweile oder Interesse hat, kann es ja auch mal probieren: http://www.pilbararailaccessroad.riotinto.com/. Übrigens ist dies ja schon das zweite Mal, dass ich solch einen Kurs mit Prüfung absolvieren musste.

Abends gingen wir in ein Schnellrestaurant, wo es gute Pizzas geben sollte. Wir bestellen jeder eine kleine Pizza und mussten dann über eine halbe Stunde warten. Die Pizzen, die uns serviert wurden, waren ca. 2…3 cm hoch (!!), davon die Hälfte Teig, der Rest ein mehr als üppiger Belag. Also mehr etwas für die Fastfood-Fans. Ich habe gerade die Hälfte geschafft, Moni hat nur den Belag gegessen. Vollgefuttert schlichen wir zurück zum Camper.


Nachdem wir einige Tage in Port Hedland und Umgebung sowie in East Pilbara verbracht hatten, sollte es heute einen weiteren Schritt in Richtung Westen gehen (Donnerstag, 29.07.2021). Wir konnten wieder einmal nichts vorbuchen, so dass wir früh losfahren wollten. Doch zuerst mussten wir unsere Gasflasche einsammeln.

In diesem Laden konnten wir die Gasflsche abholen: “Pilbara boats n bikes” – schon eine seltene Kombination.

Wir mussten noch einmal auftanken, dann konnte es auf dem North West Coastal Highway (immer noch Highway Nr. „1“) gehen. Es lagen ca. 200 km vor uns.

Comments

  1. Doris

    Ach, wie schön….. Es ist einfach toll, Eure Reise zu verfolgen…. Solche Infos gibt es sonst nirgendwo…
    Viel Spaß beim Weiterreisen…. Wir gehen ja auch bald auf Tour, nur 3 Wochen, aber immerhin…
    Alles Liebe…. von Doris und Frank

  2. Monika Rämisch

    Wir danken Euch sehr für die guten Wünsche … können wir immer gut gebrauchen 😉 Euch wünschen wir einen tollen Urlaub und gute Fahrt morgen! Ich hoffe auf viele schöne Fotos … Liebe Grüße!

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