Von Southport über Hobart nach Norden

Ziel des heutigen Tages war Southport, der südlichste Punkt unserer Australienreise. Nach dem Marktbesuch in Hobarth ging es in Richtung Südwesten zum Huon Valley und weiter über Dover nach Southport (Sonnabend, 12.02.2022). Es waren zwar nur knapp 100 km, aber die Strecke zog sich. Die Straße führte durch die Berge mit ziemlichen Steigungen und vielen Kurven. Wir kamen also nicht so schnell vorwärts.

Das Huon Valley ist bekannt für seine Obstplantagen, insbesondere für Kirschen und Äpfel.
Geeveston ist auch ein Zentrum der Holzindustrie. Daran erinnern die beiden großen Stämme am Ortseingang.

In Geeveston machten wir eine kurze Mittagspause und aßen mangels Alternativen eine Mini-Pizza in einem Café. Schmackhaft geht anders…

Auch dieses Stück Stamm eines Eukalyptusbaumes mit knapp 7 m Umfang erinnert an die Holzindustrie.

In Southport checkten wir auf dem Campingplatz ein, wo wir allerdings nur einen “unpowered“ Platz bekommen haben. Aber die Sonne schien vom Himmel, so dass hoffentlich die Solaranlage ausreichend Strom liefert.

Am Caravanpark gab es auch den südlichsten Pub Australiens.

Da es noch relativ früh am Tag war, beschlossen wir, noch ein paar Kilometer weiter bis zu den Hastings Caves and Thermal Springs weiter zu fahren, also Höhlen und Thermalquellen. Das waren nur rund 10 Kilometer und am Besucherzentrum stellten wir das Auto ab. Die Höhlen konnte man nur im Rahmen einer Führung besichtigen und die waren für heute ausgebucht. Aufgrund der Corona-Bedingungen wurde die Anzahl der Besucher pro Gruppe auf 1/3 eingeschränkt. Aber zu den Thermalquellen konnten wir. Es war ein kleines Schwimmbecken, wo Thermalwasser mit 28°C eingeleitet wird.

Wir relaxten in dem mäßig warmen Wasser und liefen anschließend noch einen der ausgewiesenen Rundwege ab. Er war sehr kurz und schon nach 15 Minuten standen wir wieder am Auto.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz überlegten wir uns, dass wir wieder mal grillen könnten, da es hier in Tasmanien im Moment kein absolutes Feuerverbot gibt. In dem kleinen Laden am Campingplatz wurden wir sogar fündig und kauften ein paar marinierte Hühnerspieße (für Moni), ein paar Lammkoteletts (für mich) und zwei Schweinesteaks (für uns beide). Ich baute den kleinen Holzkohlegrill auf und schon nach kurzer Zeit konnten wir die leckeren Sachen auf den Grill legen.

Der Grill ist unscheinbar, funktioniert aber prächtig.

Aber wie so oft haben wir mit den Augen gekauft und der Bauch war viel eher fertig. Aber es hat alles sehr lecker geschmeckt und wir waren mit dem Ausklang des Tages sehr zufrieden.


Heute wollten wir einen Tagesausflug auf die Bruny-Inseln machen (Sonntag, 13.02.2002). Sie liegen südlich von Hobart und man kommt nur mit einer Fähre dorthin. Die Fahrt dauert aber nur 15 Minuten.

Wir mussten von Southport ein Stück fahren und was auf der Karte ziemlich kurz aussah, zog sich und zog sich. Die Strecke war wie in Neuseeland, sehr kurvig und ein ewiges auf und ab. So erreichten wir erst weit nach 10 Uhr den Ort Kellering mit der Fähre. Vor uns stand eine lange Warteschlange mit vielen Autos.

Wir erkundeten die Lage und beschlossen dann, nicht auf die Inseln zu fahren. Wir hatten ja unser Quartier auf dem Festland buchen müssen und die verbleibende Zeit auf der Insel wäre zu kurz gewesen. Das lohnt sich dann für den Preis der Fähre nicht (160 AUD). Als Alternative überlegten wir uns, doch noch einmal nach Hobart zu fahren, denn es sollten noch Veranstaltungen im Rahmen der Regatta stattfinden.

Wir stellten das Auto am gewohnten Ort im Hafen ab und schlenderten zu dem Festgelände. Dann kam die Enttäuschung: Es gab einen großen Rummel für Kinder und Jugendliche, ansonsten war scheinbar nichts mehr los.

Der Eingang zum “Carnival”

Es war schon Mittagszeit, aber auf dem Rummel gab es nichts Vernünftiges zu essen. Wir suchten uns daher einen nahegelegenen Pub. Danach gingen wir noch einmal zum Festgelände, denn wir hatten gelesen, dass in einer anderen Ecke die Landesmeisterschaften im Holzhacken abgehalten werden. Und die Wettbewerbe liefen tatsächlich noch. Wir beobachteten, wie gemischte Paare einen großen Stamm durchsägen mussten.

Dieses Pärchen hatte es als Erste geschafft.

Ein stehender Stamm musste mit der Axt durchtrennt werden.

Viele der Teilnehmer waren älteres Semester, denn hier braucht es Technik, keine rohe Kraft.
Hier musste der Holzstamm durchtrennt werden, auf dem der Teilnehmer steht. Zum Schluss hatten alle Teilnehmer noch alle Zehen ….

Interessant anzuschauen, so etwas ähnliches hatten wir vor langer Zeit schon einmal in Andorra bei einem Volksfest gesehen.

Da wir immer noch genügend Zeit hatten, nahmen wir die Fahrt auf den Mount Wellington in Angriff. Er ist 1276 m hoch und seit 1937 führt eine relativ schmale Straße hinauf. Sie ist reichlich 11 km lang und hatte es in sich, besonders als man die Waldgrenze erreicht hatte und dann die Abgründe links oder rechts der Straße sehen konnte.

(Foto auf dem Weg nach unten)

Aber wir kamen gut oben an und genossen die Aussicht.

Rangie auf dem Gipfelplateau

Die Sicht war zwar nicht besonders gut, aber wir haben den Berg schon oft in den Wolken gesehen.

Blick über eine der Aussichtsplattformen auf Hobart

Danach ging es die gleiche Strecke hinunter und dann weiter zu unserem Campingplatz in Snug. Auch hier mussten wir wieder eine Kabine buchen, denn alle Stellplätze waren vergeben. Das nervt schon ziemlich (und kostet auch eine Menge mehr Geld). Dafür war die Kabine recht angenehm und das Wetter war auch ganz nett.

Blick in die Kabine

Da wir heute nicht so lange fahren wollten, hatte ich einen Campingplatz in Wayatinah gebucht, ca. 130 km nordwestlich (Montag, 14.02.2022). Frühmorgens ließen wir uns Zeit, denn ich musste noch den letzten Blogbeitrag fertig machen. Dann ging es von Snug nach Einkaufen und Tanken auf die Strecke. Sie führte zuerst immer entlang des breiten Tales des Derwent Rivers in Richtung Norden. Eine ganze Weile begleiteten uns noch die Vorstädte von Hobart, dann fuhren wir durch eine hügelige Landschaft, die gelb-braun war. Es waren überwiegend Weiden, nur selten sah man eine Obstplantage oder auch mal ein Weinfeld.

Die Landschaft war unaufgeregt und die kurvenreiche Fahrt plätscherte quasi dahin. Bereits kurz vor Mittag waren wir da und checkten am Campingplatz ein.

Wir waren die ersten Neuankömmlinge während uns auf dem Weg eine große Anzahl Camper entgegen gekommen waren. Der Chef erzählte uns, dass es am Wochenende einen großen Angel-Wettbewerb gegeben hatte und der Platz vollständig ausgebucht gewesen sei.

(Quelle: facebook)

Jetzt konnten wir die Ruhe und die Leere genießen. Viel zu sehen gab es aber nicht, wir schlenderten kurz zum See und das war es schon.

Das Wetter war etwas schöner geworden als heute früh und so konnten wir einen schönen Nachmittag genießen. Am Abend entschlossen wir uns, eine der Tonnen zum Feuermachen zu nutzen und machten uns ein kleines Feuer. Das hatte schon was: am See, fast allein, mit prasselndem Feuer und einer Ruhe…


Heute wollten wir soweit fahren, wie wir mit den verschiedenen Zwischenstopps kommen. Aber das eigentliche Ziel war Strahan (Dienstag, 15.02.2022). Frühmorgens packten wir unsere Sachen und fuhren vom fast menschenleeren Campingplatz los.

Es gibt viele Stauseen und Wasserkraftwerke in Tasmanien.
Dieses kleine “Monument” wurde zu Ehren der früheren Landvermesser aufgestellt und steht in der geografischen Mitte Tasmaniens an der Bronte Lagoon.
Das Eingangsgebäude von “The Wall”

Nach etwa 60 km kamen wir an unser erstes Zwischenziel: „The Wall“. Das ist ein monumentales Kunstwerk, das aus einhundert 1 x 3 m großen Holzplatten besteht, in die die Geschichte der Besiedlung Tasmaniens geschnitzt wurde. Der Bildhauer Greg Duncan hat 2005 damit angefangen und jetzt ist die Wand zu ca. 80% fertig. Sie steht in einem extra Gebäude und ist von außen nicht zu sehen. Leider darf man innen nicht fotografieren, aber wenn man in Google „The Wall of Tasmania“ eingibt, gibt es unter „Bilder“ eine Menge Fotos. Wir mussten 20 AUD Eintritt bezahlen, aber es hat sich sehr gelohnt. Es gab drei Postkarten mit Details zu kaufen, die habe ich mal fotografiert:

Beeindruckt fuhren wir weiter zum Lake St Clair, der mit 167 m Tiefe der tiefste See Tasmaniens ist. Er liegt auf 750 m Höhe.  

Es gab ein gut ausgebautes Visitor Centre, wo wir versuchten, uns zuerst einen Überblick zu verschaffen. Aber es war alles schwierig, denn uns saß die Zeit im Nacken. Wir hatte schon gemerkt, dass die knapp 3 Wochen Tasmanien viel zu wenig sind. Dass Tasmanien so vielfältig ist und man soviel Zeit braucht, um über die Insel voran zu kommen, hatte uns doch überrascht. Ganz zu schweigen von den Aktivitäten, die man machen könnte, zum Beispiel wandern ohne Ende oder auch paddeln. Aber es half nichts, wir verzichten auf die weitere Erkundung des Sees und der Umgebung und fuhren mit schlechtem Gefühl weiter.

Die Straße führte durch das Hochland der Insel bis auf über 800 m Höhe. An einem Lookout machten wir Halt und aßen heute das Chili con Carne, das ich gestern Abend noch gemacht hatte. Dann gingen wir zu dem 20 Minuten entfernten Aussichtspunkt und genossen die Blicke über die tasmanische Landschaft.

Mit weiteren schönen Blicken fuhren wir weiter bis Queenstown, einer alten Bergarbeiterstadt.

Die Landschaft rund um Queenstown im Tal war geprägt vom Bergbau.

Wir machten aber keine Pause, sondern wollten jetzt schnell noch nach Strahan kommen. Wir hatten Glück und bekamen noch einen Stellplatz mit Strom. Ich war ziemlich geschafft, denn wir hatten fast 200 km hinter uns gebracht – mit engen Straßen, die durch (gefühlt) 1.000 Kurven führten und hatten knapp 3000 m Höhenunterschied (gemessen) bewältigt. Die Landschaft war sehr mit Neuseeland zu vergleichen.

Abends versuchte ich noch für morgen zu planen, aber es war unmöglich. Es gab viel zu wenig Campingplätze, die zudem auch noch alle voll waren. Das macht keinen Spaß mehr. Also werden wir morgen einfach auf unser Glück setzen und hoffen, dass wir am Abend irgendwie noch etwas finden. Entspannt reisen ist anders….


Das Wetter hatte total umgeschwenkt: am Morgen war es grau in grau und die Wolken hingen tief (Mittwoch, 16.02.2022). Nicht das beste Wetter für eine Fahrt durch Tasmaniens Berge. Aber was hilft es, wir können nicht warten bis schöneres Wetter wird, denn wir haben mit den knapp drei Wochen für Tasmanien eh viel zu wenig Zeit eingeplant. Aber hinterher ist man immer schlauer…

Einziges festes Ziel für heute war die Wanderung zu dem höchsten Wasserfall Tasmaniens, dem Montezuma Falls mit 104 m Höhe. Der Fall lag fast an der Route, die uns von der Westküste in den Norden bringen sollte. Vom Campingplatz fuhren wir kurz zum Strand und dort entdeckte ich an einer Hütte ein interessantes Schild:

Es ging um einen Weltrekord im Wasserskilaufen: 145 Wasserskiläufer, die von einem Schiff gezogen werden. Bei Youtube habe ich ein kurzes Filmchen gefunden:

Danach tankten wir kurz auf und fuhren dann von Strahan los. Nach wenigen Kilometern stoppten wir an den Hentys Dunes. Das sind bis zu 30 m hohe Wanderdünen. Wir hielten am Fuße einer der Dünen auf einem Parkplatz, konnten aber nur von dort aus fotografieren, denn es gab keinen weiteren Weg in die Dünen.

Also fuhren wir weiter und gegen halb 10 Uhr waren wir am Parkplatz, wo der ca. 5 km lange Wanderweg zu den Montezuma Falls beginnt.

Er folgt der Bahntrasse der ehemaligen North East Dundas Tramway, einer Schmalspurbahn. Die Strecke wurde 1896 eröffnet, um Erz (u.a. Silber, Zinn, Kupfer, Blei) von den Williamsforder Bergwerken nach Zeehan zu bringen, von wo aus es dann weiter transportiert wurde. Die Strecke wurde 1932 geschlossen, aber es sind noch eine Menge Überreste zu erkennen. Der Name „Montezuma“ kommt von der Bergwerksgesellschaft „Montezuma Silver Mining Company“, die 1891 gegründet wurde und hier Schürfrechte besaß.

Der Weg war sehr einfach zu gehen, denn er verlief immer auf der ehemaligen Bahnstrecke.

Reste von alten Eisenbahnschwellen
Eine alte Brücke

Nach einer reichlichen Stunde waren wir am Ziel und sahen den imposanten Wasserfall, auch wenn er jetzt im Spätsommer nicht so viel Wasser führt.

Wir ruhten und etwas aus und gingen dann den gleichen Weg zurück. Im Übrigen waren für einen normalen Mittwoch-Vormittag sehr viele Leute unterwegs. Am Parkplatz standen dann auch drei kleine Busse, die mit ganzen Reisegruppen hier waren.

Das Wetter war inzwischen noch schlechter geworden und es begann immer wieder zu regnen. Daher fuhren wir ohne weitere Stopps bis Somerset, wo wir den letzten Stellplatz auf dem Campingplatz erwischten. Mittlerweile hatte es sich eingeregnet. Das Wetter und die Landschaft, durch die wir gefahren sind, erinnerten uns im Übrigen wieder mal sehr stark an Neuseeland.


Heute soll unsere Reise zum Tarkine Drive beginnen (Donnerstag, 17.02.2022). Die Tarkine ist eine nicht genau abgegrenzte Region im Nordwesten Tasmaniens. Es ist das größte kalte Regenwaldgebiet Australiens und es gibt mehr als 60 Tierarten, die teilweise vom Aussterben bedroht sind, wie den Tasmanischen Teufel oder die größte Süßwasser-Krabbe Tasmaniens. Auf den mehr als 400.000 Hektar gibt es auch drei Pflanzenarten, die hier und in Patagonien, Neuguinea und Neuseeland vorkommen und damit Zeugnis vom einstigen Superkontinent Gondwana sind. Der Tarkine Drive beginnt am Arthur River und ist ca. 130 km lang. Wir wollen in den nächsten zwei Tagen möglichst viele Eindrücke mitnehmen.

Wir fuhren in Somerset los.  Die Strecke führte zuerst etwa 80 km entlang der Nordküste Tasmaniens in Richtung Westen. In dem Örtchen Wynyard machten wir einen Einkaufsstopp.

Hier haben wir ein paar Fleischspieße zum Mittagessen und etwas Tatar gekauft. (Warum der Fleischer sich “hygienic” nennt, hat sich mir nicht erschlossen.)
Im Hintergrund das Table Cape

Wir fuhren weiter zum Table Cape mit seinem Leuchtturm. Das Plateau, auf dem der Leuchtturm steht, sieht tatsächlich wie ein Tafelberg aus.

Wir genossen die Aussicht vom Lookout und fuhren dann weiter.

In der Gegend von Stanley bogen wir nach Südwesten ab und erreicht dann die Westküste, wo der Highway A2 endet. Jetzt waren es nur noch 30 km südlich bis Arthur River, wo wir uns erst mal um ein Quartier kümmern mussten. Wider Erwarten war das kein Problem und wir konnten auf einem Stellplatz mit Strom einchecken. Perfekt.

Nun konnten wir bei schönem Wetter auch noch mal ein kleines Stück zurückfahren, um die ersten drei Sehenswürdigkeiten des Tarkine Drives zu sehen: die West Point State Reserve, den Bluff Hill Point und dann „The Edge oft the World“ – den Rand der Welt.

Die West Point State Reserve war ein felsiger Küstenabschnitt, wo das Meer mit großen Wellen aufschlug. Imposant zu sehen.

Der Bluff Point hatte als Wahrzeichen einen Leuchtturm, aber ansonsten waren keine Wege ausgeschildert und auf Gutdünken irgendeinen der Pfade zu nehmen, wollten wir nicht riskieren.

Rangie am Bluff Point

Also fuhren wir zum letzten Punkt für heute – The Edge oft the World. Der Lookout mit einem Gedenkstein lag direkt an der Mündung des Arthur Rivers in das Meer. Der Name stammt von Brian Inder, einem tasmanischen Pionier der Erschließung dieser Gegend für den Tourismus. Das Meer erstreckt sich hier ununterbrochen bis ins 15.000 km entfernte Argentinien. Von dort fegen die als wilde 40er bekannten Strömungen ungehindert um mehr als die Hälfte des Planeten, bis sie diesen Punkt erreichen.

Auf einer Plakette steht ein Gedicht von Brian Inder:

Ich werfe meinen Kiesel an das Ufer der Ewigkeit.
Um vom Ozean der Zeit gewaschen zu werden
Er hat Gestalt, Form und Substanz.
          Ich bin es.
Eines Tages werde ich nicht mehr sein.
Aber mein Kiesel wird hier bleiben.
Am Ufer der Ewigkeit.
Stummer Zeuge aus Äonen
Dass ich heute kam und stand
Am Rande der Welt.

(Übersetzung: Google Translator / Ich)


Dann kehrten wir auf unseren Campingplatz zurück und waren mit dem Tag zufrieden, denn auch das Wetter hatte mitgespielt.


In der Nacht gab es kräftige Schauer und starke Windböen, die unseren Camper durchschaukelten und für heute nichts Gutes verhießen (Freitag, 18.02.2022). Früh war der Wind immer noch kräftig, aber die Regenschauer hatten nachgelassen. Heute sollte der eigentlich interessantere Teil des Takine Drives bevorstehen. Wir hatten ein Prospekt, in dem die einzelnen Stationen beschrieben waren und die wollten wir abfahren. Bis zum frühen Nachmittag wollten wir die ca. 130 km geschafft haben und dann noch weiter nach Stanley an der Nordküste fahren.

Bevor wir starten konnten, kamen wir noch mit unseren Camping-Nachbarn ins Gespräch. Ein Ehepaar waren Australier und hatten ebenfalls eine Northstar-Kabine und waren damit sehr zufrieden. Allerdings eine Hardwall-Lösung und auf einer flachen Pick-up-Ladefläche.

Zwei Northstar-Kabinen

Das andere Ehepaar waren Deutsche, die 1984 nach Australien ausgewandert sind und jetzt durch Australien reisen. Nach einer halben Stunde schwatzen fuhren wir dann aber los. Hier ein paar Eindrücke von den einzelnen Stationen.

Die Küste mit den Couta Rocks
Blick vom Sumac Lookout auf den Arthur River
Ein wunderschöner kleiner Wanderweg führte durch ursprünglichen kalten Regenwald.
Letzter Punkt war eine Cenote, zu der man nur durch einen großen Felsbogen (“arch”) kommt.

Nach der Cenote mit dem mächtigen Bogen war der Takine Drive zu Ende. Uns hat es gut gefallen, auch wenn es nichts ist, um extra dafür nach Australien und Tasmanien zu fahren. Nun ging es auf dem kürzesten Weg nach Stanley, auf den dort gebuchten Campingplatz. Der Platz war sehr schön und wir hatten einen Stellplatz direkt am Meer.

Links im Hintergrund The Nut

Wir hatten noch etwas Zeit, daher wollten wir noch auf den markanten Felsen „The Nut“, der schon von weitem zu sehen ist. Er lag in Laufentfernung von unserem Campingplatz. Auf ihn geht es entweder über einen sehr steilen Weg nach oben oder mit einem Sessellift. Allerdings mussten wir feststellen, dass der Lift wegen des heftigen Windes nicht fuhr. Also blieb uns nur der Aufstieg zu Fuß. Das ging aber sehr schnell, schon nach reichlich 10 Minuten standen wir auf dem 152 m hohen Felsen. Allerdings blies uns der Wind fast vom Felsen.

Daher besuchten wir nur noch kurz zwei sehr schöne Aussichtspunkte und gingen dann den gleichen Weg zurück.

Nach insgesamt einer halben Stunde standen wir wieder im Dorf. Wir schlenderten die sehr schön erhaltenen Häuser entlang und machten zwei Einkaufsstopps. Zum einen in einem Fischladen, wo wir uns Filets vom „flathead“ kauften und zum anderen in dem Laden mit dem schönen Namen „Angel’s share“. Whisky-Freunden brauche ich nichts zu erklären….

Da ich übernächste Woche Geburtstag habe, suchte ich mir eine schöne Flasche tasmanischen Whisky aus.

Am Abend aßen wir unsere leckeren Fischfilets und waren mit dem heutigen Tag sehr zufrieden.

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