Singapur

Die letzte Woche unserer langen Reise verbrachten wir in Singapur (14.04. bis 20.04.2022). Wir waren zwar schon zweimal hier, aber es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Wir hatten uns Smartcards für den Nahverkehr gekauft und konnten damit problemlos mit Bus oder U-Bahn fahren. Die Frequenz der Busse und Bahnen ist sehr hoch, so dass man fast nie länger als 5 Minuten warten musste. Zudem waren die Preise sehr niedrig: im Durchschnitt haben wir 1 SN$ bezahlt, ca. 0,70 €. Auch SIM-Karten haben wir uns besorgt, ohne mobiles Internet geht hier nichts, wie mittlerweile überall. Man braucht es z.B. für die COVID-Tracing-App, die in fast allen Geschäften und Einrichtungen Pflicht ist.

Unser Hotel “J8” in der Nähe von Little India

Mit dem Bus waren wir immer ziemlich schnell von unserem Hotel in der Innenstadt. In dem Stadtstaat leben knapp 6 Millionen Einwohner.

Das Parlament (das kleine Gebäude)

Ein sehr schöner Spazierweg ist der Weg entlang des Singapur Rivers.

Und hier noch einmal ein Panoramafoto.

Die bekannte Skulptur des “Merlion”. Sie wurde 1972 eingeweiht, aber im Jahr 2002 auf diesen neuen Platz versetzt. Durch die Erweiterung der Stadt, z.B. durch das Marina Sands Hotel, war der alte Standort nicht mehr attraktiv genug.
Das ist das spektakuläre Marina Sands Hotel. Die drei Hoteltürme sind 191 m hoch und haben 55 Stockwerke. Es wurde 2010 eröffnet. Der Infinity-Swimmingpool auf dem Querteil steht nur Hotelgästen zur Verfügung. Links das Gebäude in Form einer Lotusblüte ist ein Museum.
Aus einer anderen Sicht

In Singapur gibt es drei alte ethnische Viertel: Chinatown, Little India und das arabisch geprägte Kompong Glam. Wir statteten zuerst Chinatown einen Besuch ab.

Es gibt noch eine alte buddhistische Klosteranlage in Chinatown, wie hier den Thian Hock Keng Temple
Der Zahntempel
Die Straßenzüge wurden vollständig restauriert und modernisiert, dabei ging allerdings etwas Atmosphäre verloren.
In Chinatown konnte ich mein Smartphone reparieren lassen. Der Touchscreen war nicht mehr voll funktionsfähig. Ich konnte das Smartphone abgeben und eine Stunde später repariert wieder abholen. Auch wenn es ziemlich teuer war (als Tourist habe ich bestimmt das Doppelte bezahlt), aber ohne Handy geht halt nichts.
Die Sultan-Moschee im arabischen Viertel
Die Spaziermeile

Ein Höhepunkt war der Besuch der “Gardens by the bay“, direkt hinter dem Maina-Hotel.

Teilansicht des Hotels
Ein Wahrzeichen sind die Supertrees, künstlichen Bäume. Zwischen zwei der Bäume verläuft der OCBC Skyway.
Auf dem Skyway

Neben den Supertrees gibt als weitere Höhepunkte die beiden riesigen Hallen für den “Flower Dome” und den “Cloud Forest”.

Blick vom Observation Deck des Marina Sand Hotels auf die Gardens by the Bay – rechts die Supertrees.
In der Halle des Cloud Ferest gab es einen künstlichen Berg mit riesigem Wasserfall. Aller zwei Stunden wird dichter (Wolken-) Nebel erzeugt.
Im “Flower Dome”, einer weiteren Halle für spezielle Ausstellungen
Ein weiteres Bild aus dem Flower Dome

Der Springbrunnen des Reichtums (Fountain of Wealth). Den inneren kleinen Brunnen muss man dreimal im Uhrzeigersinn umrunden und dabei mit einer Hand immer im Wasser bleiben, dann hatte man einen Wunsch frei… Der gesamte Gebäudekomplex wurde nach den Prinzipien des Feng Shui erbaut.

Fountain of Wealth

Natürlich besuchten wir auch noch einmal die berühmte Orchard-Road.

Hier reiht sich ein Edel-Laden an den nächsten.

Der Botanische Garten von Singapur ist immer einen Besuch wert. Er zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Heimat der weltgrößten Orchideen-Ausstellung.

Es gab eine unglaubliche Menge an verschiedensten Orchideen in allen Formen und Farben. Hier hätte man Tage verbringen können.

Ein Bereich war den VIP-Orchideen gewidmet, also den Orchideen, die bekannten Persönlichkeiten gewidmet waren, von Nelson Mandela bis Frank-Walter Steinmeier …

Diese Orchidee war einen Tag vorher im Rahmen eines Besuches der Neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern in Singapur nach ihr benannt worden.

Am letzten Abend sind wir zum Abendessen zum Clarke Quay gefahren. Leider war es nicht mehr so gut und ursprünglich wie vor 15 Jahren. Offensichtlich sind durch Corona viele Touristen ausgeblieben, daher waren relativ viele Gaststätten geschlossen. Außerdem war alles ringsherum modernisiert, hat aber dadurch sehr viel Flair eingebüßt.

Am Clarke Quay

Daher sind wir abschließend noch einmal in die Craft Beer Brauerei gegangen, wo wir schon einmal waren und haben dort (leider mittelmäßig) europäisch gegessen.

Endlich hatte ich auch eine Nachricht von der australischen Logistikfirma erhalten, die mir den Status des Schiffes mitgeteilt hat auf dem sich Rangie befindet. Derzeit ist es auf dem Weg nach Singapur, wird dort umgeladen und wird voraussichtlich am 2. Juni in Bremerhaven sein. Also jetzt schon mehr als 10 Tage Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan.

Der Flug nach Frankfurt startete spät abends kurz vor Mitternacht. Wir fuhren ziemlich früh zum Flughafen, in der Hoffnung, etwas zeitiger einchecken zu können. Aber wir mussten einige Stunden warten, bis die Schalter öffneten.

Warten auf das Einchecken

Leider musste der Start um eine Stunde nach hinten verschoben werden, sodass wir erst kurz vor 1 Uhr morgens starteten. Der Flug selbst mit dem A340 war unspektakulär, aber mit 13 Stunden Flugzeit schon etwas nervig. Aber wir kamen mit nur einer halben Stunde Verspätung in Frankfurt an. Nach knapp 2 1/2 Jahren waren wir wieder in Deutschland.

Wir wurden von Freunden abgeholt, wo wir die nächsten zwei Tage erst einmal unter kommen konnten. Danach müssen wir die ganzen anderen Dinge regeln.

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